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5 Fragen zum Eierskandal: Wie gefährlich sind die Fipronileier aus den Niederlanden wirklich?

Mehrere Millionen Eier, die möglichweise mit dem Insektengift Fipronil verseucht sind, sind aus den Niederlanden in den deutschen Handel gelangt. Die meisten Supermärkte haben alle gefährdeten Eier mittlerweile aus den Regalen genommen. Allerdings kommen Fragen auf. Wir versuchen, die wichtigsten Fragen kurz und knapp zu beantworten.

1. Was ist Fipronil überhaupt?

Das in den 1980er Jahren entwickelte Insektengift ist in Europa seit 2013 nicht mehr uneingeschränkt erlaubt. In Deutschland darf es beispielsweise nur in Ausnahmefällen und für einen begrenzten Zeitraum verwendet werden. Besonders weil Fipronil zum Bienensterben beiträgt, darf Mais beispielsweise nicht damit behandelt werden. Dort wo Lebensmittel verwendet werden, darf es gar nicht genutzt werden.

2. Und wie kam das Gift dann in die Eier?

Nach Angaben des Niedersächsischen Agrarministeriums war bei Betrieben im Ausland Fipronil in Ställen nachgewiesen worden. Warum dies der Fall war, prüfen zurzeit die Behörden. Aktuell liegt der Verdacht auf einem Reinigungsmittel namens Dega16, das das Gift enthalten haben soll, welches die Legehennen über Haut und Gefieder aufgenommen haben könnten. Auch in deutschen Betrieben könnte es verwendet worden sein.

3. Woran erkenne ich, ob meine Eier gefährdet sind?

Auf dem Portal des Bundesamtes für Verbraucherschutz werden die Nummern der betroffenen Eier genannt und aktualisiert. Dort können Sie sich darüber informieren, ob auch die Eier in Ihrem Kühlschrank betroffen sind.

4. Was, wenn ich bereits einige dieser Eier gegessen habe?

Der bisher höchste gemessene Giftgehalt liegt aktuell bei 1,2 Milligramm pro Kilogramm. Die nach Deutschland gelieferten Eier enthalten zum jetzigen Zeitpunkt viel weniger Fipronil. Rechnet man mit dem Giftgehalt von 1,2 Milligramm, dann könnte ein Erwachsener, der 65 kg wiegt innerhalb von 24 Stunden sieben belastete Eier essen und der Grenzwert wäre trotzdem nicht erreicht.  

5. Wie giftig ist das Insektengift wirklich?

Der Sicherheitsfaktor, bei dem bei Säugetieren keine gesundheitsschädigenden Befunde beobachtet wurden, liegt aktuell bei 100. "Für Erwachsene ist das noch nicht gefährlich", sagte eine BfR-Sprecherin. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist außerdem darauf hin, dass eine gesundheitliche Gefährdung bei Überschreitung des Grenzwerts möglich aber lange nicht zwingend ist. 

Fazit

Wer sich auf dem Portal des Bundesamtes für Verbraucherschutz informiert und in den letzten Wochen keine Unmengen an Eiern an einem Tag zu sich genommen hat, sollte sich keine Sorgen machen müssen. Fühlen Sie sich dennoch unwohl, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen um sich abzusichern.

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