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Rheuma: 5 Antworten auf die wichtigsten Fragen

Der Weltrheumatag soll das Anliegen rheumakranker Menschen in das Bewusstsein der gesellschaft zurück holen. Erstmals 1996 von der Vereinigung von Selbsthilfeverbänden Rheumabetroffener ins Leben gerufen, findet der Rheumatag jährlich am 12. Oktober statt. Auch wir möchten uns heute mit dem Thema beschäftigen, um mehr Menschen auf die Krankheit und ihre Betroffenen aufmerksam zu machen.

Was ist Rheuma?

Unter dem Oberbegriff „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“ fassen Mediziner rund 400 verschiedene Erkrankungen zusammen. Dazu gehören Lupus, Krankheiten der Gefäße, Gicht und viele weitere rheumatische Erkrankungen, an denen selbst Kinder erkranken können.

Zum größten Teil tritt Rheuma am Bewegungsapparat auf und kann somit Knochen, Gelenke, Knorbel, aber auch Muskeln, Bänder und Sehnen betreffen.

Welche Form ist die am häufigsten vorkommende?

Die Krankheit, die man im Sprachgebrauch unter Rheuma versteht, ist die rheumatoide Arthritis. Wenn wir im Folgenden allgemein von Rheuma sprechen, wird auch diese, am häufigsten auftretende rheumatoide Arthritis gemeint sein. Es handelt sich hierbei um eine fortschreitende Gelenkentzündung, bei der die Innenhaut von Gelenken, Sehnenscheiden oder Schleimbeuteln angegriffen wird. Meist beginnt die Krankheit erst in fortgeschrittenem Alter, dennoch sind deutschlandweit auch rund 15.000 Kinder betroffen. 

Worin liegen die Ursachen von Rheuma? 

Eine allumfassende Ursache für Rheuma ist noch nicht umfassend erforscht. Sicher scheint aber, dass Autoimmunprozesse beteiligt sind. Das bedeutet, dass das Immunsystem eines Betroffenen, körpereigenes, wichtiges Gewebe bekämpft. Fehlgeleitete Immunzellen gelangen in die Gelenke und sind dort für Entzündungen verantwortlich, wodurch sich die Gelenkinnenhaut immer mehr vernarbt. Knorpel und Bänder werden geschädigt. Das führt zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, die zur Zerstörung des Gelenks führen können. 

Welche Symptome verbergen sich hinter der Krankheit?

Anfangs kann sich Rheuma verdeckt halten. Betroffene spüren eine Angeschlagenheit, vielleicht ein leichtes Fieber. Konkretere Anzeichen sind geschwollene, warme, oder sogar gerötete Gelenke. Meist sind Gelenke symmetrisch betroffen. Ist der Zeigefinger der rechten Hand betroffen, ist es auch der der linken Hand. Meist beginnt die Krankheit in den Grundgelenken der Finger und Zehen, die schmerzen und sich morgens über eine Stunde lang steif anfühlen. Besonders bei älteren Patienten verformen sich die Gelenke rasch. Sie versteifen sich und verursachen starke schmerzen. 

Wie therapiert man rheumatoide Arthritis? 

Rheuma ist eine chronische Krankheit. Betroffene können den Verlauf verlangsamen oder sogar stoppen. Besonders zielführend ist eine Therapie, wenn ein Betroffener sie bereits innerhalb der ersten drei Monate beginnt. Deshalb sollte man bei ersten Anzeichen sofort einen Arzt aufsuchen. Der Behandlungsplan wird auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten, beinhaltet aber meist den Einsatz entzündungshemmender Medikamente, aber auch entzündungshemmender Ernährung. Fleisch sollte in geringen Maßen gegessen werden, da es entzündungsfördernde Säuren enthält. Stattdessen sollte auf gute Fette wie Omega-3-Fettsäuren, die in Fisch, Leinöl und pflanzlichen Mineralstoffen enthalten sind, gesetzt werden. Um die Beweglichkeit zu erhöhen und Schmerzen einzudämmen, werden krankengymnastische Übungen verschrieben. Wärme- und Elektrotherapie können unterstützend wirken. In sehr fortgeschrittenen Fällen ist eine Operation häufig nicht zu umgehen.

Fazit

Wichtig ist, dass Sie bei Anzeichen einer rheumatoiden Arthritis sofort einen Arzt aufsuchen. Es gilt: Je früher die Diagnose, desto besser ist die Krankheit therapierbar. Hören sie auf Ihren Körper und achten Sie auf sich. Besonders bereits Betroffene sollten ihrem Körper etwas Gutes tun und auf ihre Ernährung achten. So dämmen Sie Ihre Schmerzen am besten ein. 

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