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Schilddrüsenerkrankungen: 5 Antworten auf die wichtigsten Fragen

Erkrankungen der Schilddrüse treten immer häufiger auf. Sie äußern sich vielfältig und müssen nicht in jedem Fall behandelt werden. Da die Schilddrüse wichtige Funktionen im Körper übernimmt, kann sie sowohl physische als auch psychische Beschwerden auslösen. Im Folgenden beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um diesen wichtigen Teil unseres Körpers.

1. Wie zeigt sich eine Über- oder Unterfunktion?

Man spricht von einer Über- oder Unterfunktion, wenn die Drüse zu viele oder zu wenige für den Körper wichtige Hormone produziert. Das hat dann jeweils Auswirkungen auf die von der Schilddrüse gesteuerten Körperfunktionen. Eine Überfunktion zeigt sich beispielsweise durch Konzentrationsschwäche, Nervosität, Schlafstörungen und Schwitzen. Eine Schilddrüsenunterfunktion äußert sich oftmals in Kälteempfindlichkeit, depressiven Verstimmungen und Antriebslosigkeit.

2. Welche Werte sind normal?

Der Arzt misst bei Verdacht zunächst den TSH-Wert. TSH ist ein Hormon, das in der Hinanhangsdrüse produziert wird und die Hormonproduktion der Schilddrüse steuert. Der Normbereich liegt bei 0,4 bis 4.

3. Welche Krankheiten können entstehen?

Unterfunktionen können durch Schädigungen des Schilddrüsengewebes entstehen, die durch eine Entzündung ausgelöst sein können. Sie ist nur selten angeboren, kann es aber sein. Bei der Autoimmunkrankheit Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich beispielsweise um eine chronische Entzündung der Schilddrüse, bei der das Immunsystem Schilddrüsengewebe angreift. Eine Überfunktion ist häufig auf Morbus Basedow oder eine Autonomie zurückzuführen. Bei Morbus Basedow bildet der Körper bestimmte Antikörper, die zur vermehrten Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen führen. Die Ursachen von Schilddrüsenkrebs sind nicht ausreichend erforscht.

4. Kann man sich schützen?

Die wichtigste Vorsorgemaßnahme besteht in einer guten Jodversorgung. Der tägliche Bedarf hängt von Alter und Umweltbelastung ab, die empfohlene Zufuhr liegt bei einem Erwachsenen aber bei rund 200 Mikrogramm. Neben Jodsalz sind auch viele Lebensmittel mit Jod bestückt. So helfen Brot, Milchprodukte und Meeresfrüchte den Jodhaushalt zu erhöhen. Raucher sollten am besten auf ihr Laster verzichten, denn Zigarettenrauch enthält Zyanid, was die Jodaufnahme in der Schilddrüse blockiert. Gegen erblich bedingte Erkrankungen kann man sich natürlich nicht schützen, man sollte sich aber testen lassen, um frühzeitig behandeln zu können.

5. Wie wird behandelt?

Insgesamt wird unterschiedlich behandelt. Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion können zum Beispiel Tabletten mit synthetischem Thyroxin helfen. Die Schilddrüsenüberfunktion wird meist mit Thyreostatika behandelt. Sie hemmen die Produktion von Schilddrüsenhormonen. Reicht diese Maßnahme nicht aus, kommt auch eine Radiojodtherapie oder ein operativer Eingriff infrage.

Fazit

Eine Erkrankung der Schilddrüse äußert sich meist in körperlichen Beschwerden. Der Arzt sollte dann den TSH-Wert messen, um erkennen zu können, um welche Art es sich handelt. Heutzutage sind Schilddrüsenüber-, und Unterfunktionen gut behandelbar.

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